BibliothekLaudetur Iesus ChristusStartseite
  »Hier möchte ich das anfügen, was ein sehr angesehner Geistlicher gesagt hat,
daß es nämlich die Absicht des Heiligen Geistes ist, uns zu lehren,
wie man in den Himmel kommt, nicht, wie der Himmel sich bewegt.« (Galileo Galilei)

 
        Festjahr Kalender Bibliothek Eucharistische Anbetung
Liveübertragung
   
 

 Die Heilige Rita (*1371 +1447)
Rita wurde im Jahr 1371 in Roccaporena, einem kleinen Dorf im umbrischen Bergland in Italien geboren.

Ritas Eltern waren als "Friedensstifter" bekannt und geachtet. Ihr einziges Kind ließen sie auf den Namen Margerita taufen.

Mitten in Roccaporena liegt der Scoglio, ein Berg, auf den Rita oft zum Gebet stieg. Dort reifte ihr Entschluss, in das Kloster der Augustinerinnen in Cascia einzutreten. Die Eltern wünschten jedoch die Heirat der Tochter, was in der entlegenen Bergregion eine Alterssicherung bedeutete. Rita holte sich Rat in der Einsiedelei Santa Croce im Nusstal. Als ein junger Mann um ihre Hand anhielt, willigte sie ein und heiratete ihn. Wahrscheinlich war ihr Mann ein erfolgreicher Soldat.

Rita und ihr Mann hatten zwei Söhne. Eines Tages begab sich Ritas Ehemann aus Freundschaft zu seinem früheren Hauptmann wieder in Parteihändel. Dabei wurde er ermordet. Beide Söhne sannen auf Rache. Es war jedoch Rita ein wichtiges Anliegen, dass ihre Söhne den Tod des Vaters nicht rächten. Die Pest, die damals wütete, raffte sie dahin.

Nach diesen leidvollen Erfahrungen kam in Rita erneut der Wunsch auf, in das Kloster einzutreten. Sie wurde jedoch abgewiesen aus Angst, das Kloster könne in die Feindschaften verwickelt werden. Rita bemühte sich darum, öffentlich Frieden zu stiften, was auch gelang.

Nun konnte Rita in das Kloster eintreten. Zusammen mit ihren Schwestern widmete sie sich den Kranken und ihrer Familien. Ritas Liebe zum gekreuzigten Jesus war so groß, dass sie durch die Dornenkrone in der Stirn gezeichnet wurde. Fünfzehn Jahre lang hatte sie diese Stirnwunde. Im Winter, kurz vor ihrem Tod - so erzählt die Legende - habe Rita um eine Rose aus ihrem Garten in Roccaporena gebeten. Ihre Freundin fand dort eine Rose und brachte sie Rita.

Die Rose, ein Symbol für das Leben in Freude und Leid, wurde zum "Markenzeichen" für das Leben der heiligen Rita. Am 22. Mai 1447 starb Rita.

Seit 1947 ruht der Leib der heiligen Rita in einem Glas-Sarkophag

Schon bald nach ihrem Tod verehrte sie das Volk und wird bis zum heutigen Tag als "Helferin in aussichtsloser Not" und bei Beziehungskonflikten angerufen. Sie wurde am 2. Oktober 1627 selig und am 24. März 1900 heilig gesprochen.

Die heilige Rita wird heute auf der ganzen Welt verehrt. Ihr Fest wurde zum 100. Jahrestag ihrer Heiligsprechung in den offiziellen liturgischen Kalender der Kirche aufgenommen.

Nach der Hl. Rita ist die Kongregation der Ritaschwestern benannt. Ihre Gemeinschaft wurde im Jahr 1911 von Augustinerpater Hugolinus Dach gegründet. Er sah in der Seelsorge die Not vieler Familien und suchte Frauen, die den Haushalt weiterführten und die Kinder versorgten, wenn die Mutter wegen Krankheit oder Entbindung das nicht tun konnte. Fünf junge Frauen schlossen sich zusammen. Sie wurden Ritaschwestern. Aus diesem Anfang entwickelte sich die heutige Kongregation.

Die Ritaschwestern leben nach der Ordensregel des heiligen Augustinus, der großen Wert auf ein gutes Gemeinschaftsleben legt. Im großen Mutterhaus oder in kleinen Konventen wohnen sie zusammen und teilen geistliche und materielle Güter. Darin sehen die Ritaschwestern ihre erste Sendung in der heutigen Welt. Was ihnen im Miteinander von Gott geschenkt wird, geben sie im Blick auf die Familie in sozialen und pastoralen Diensten weiter.

Ritaschwestern gibt es in Deutschland, in der Schweiz und in Wisconsin/U.S.A.
Die Homepage der Ritaschwestern ==> http://www.ritaschwestern.de

(LWT)


 

StartseiteInformation

Barrierefreie AusgabeDiese Seite drucken


© 2008 - 2017 Liborius Wagner-Kreis - Alle Rechte vorbehalten