07/2010 - Leserbrief an "Würzburger katholisches Sonntagsblatt"
An H. Wolfgang Bullin, Chefredakteur "Würzburger katholisches Sonntagsblatt"
Leserbrief
Sehr geehrter Herr Bullin,
nachfolgend übersende ich Ihnen meinen Leserbrief zu dem Artikel "Göttliche Offenbarung keine Einbahnstrasse" im "Würzburger katholisches Sonntagsblatt" Nr. 26 vom 27. Juni 2010, Seite 17 und bitte um dessen Veröffentlichung.
Mit freundlichen Grüßen
Günther Brand
Text des Leserbriefes:
Kirche von unten oder Kirche von oben?
In der Ringvorlesung der Theologischen Fakultät in Würzburg haben der Religionspädagoge Hans-Georg Zieberts und der Dogmatiker Jürgen Bründl ihr Unbehagen an der „Rückwärtsgewandtheit“ der Theologie Papst Benedikts XVI ausgesprochen. Dabei befinden sich die beiden Herren in einem großen Irrtum. Die Theologie des Hl. Vaters ist ganz christuszentriert und damit wohl die modernste und auch zukunftgerichteste Theologie unserer Tage.
Seit bald 40 Jahren wird immer stärker versucht, durch „praktische Theologie“ in Schule und Kirche den Glauben zu vermitteln, und wie jeder sehen kann wurde dieser Versuch zu einem Desaster. Die Jugendlichen verabschieden sich nach der Schule von der Kirche und die Predigten in den Gemeinden werden flach und ohne innere Radikalität für die Nachfolge Christi. Die Offenbarung des Glaubens wurde uns „von oben“ gegeben und durch das Lehramt bewahrt. Sonst hätte sich die katholische Kirche, wie viele andere Glaubensgemeinschaften, zersplittert und zerstreut. Die Überzeugung, dass die Kirche durch die „Weltträger lernen müsse“, ist ein riesiger Fehlschluss. Schon Paulus sagt uns: „Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist“ (Röm 12,2), und sicher würde er heute noch hinzufügen: „Hört auf den Hl. Vater und folgt ihm“.
Solange unsere Dozenten noch der Überzeugung sind, das die „Kirche von unten“ das Heilungsmittel für eine Erneuerung sei, werden unsere jungen Priester und Religionslehrer und damit die Kirche von Würzburg in die Irre geführt. Hier kann keine katholische Erneuerung Fuß fassen. Wenn man dann noch beginnt, wie im Artikel dargestellt wird, den Sinn eines Dogmas umzuinterpretieren, werden die Grundfesten der katholischen Wahrheiten massiv angegriffen.
Wenn wir stattdessen wieder auf die drei Säulen unserer katholischen Kirche, die Hl. Schrift, die Tradition und das Lehramt hören und uns auf sie stützen, werden wir die Größe, Schönheit und Wahrheit unserer Kirche immer tiefer erkennen und lieben.
Günther Brand
Textende
(Günther Brand, 1. Vors. Liborius Wagner-Kreis)
(GB)
08/2008 - Leserbrief im "Würzburger katholisches Sonntagsblatt"
Leserbrief von Günther Brand zum Artikel „…. dass der Rhythmus in die Kirche kommt“ im Würzburger katholischen Sonntagsblatt, Nr. 35 vom 31. August 2008
"Im Würzburger katholischen Sonntagsblatt Nr. 35 vom 31. August 2008 wurde dargestellt wie die moderne, rhythmische Musik Einzug in die Kirchen, speziell auch in der Diözese Würzburg, gehalten hat. Bei dieser Betrachtung, die nach 45 Jahren Praxis sicher sehr sinnvoll ist, kann man auch Rückschlüsse ziehen, Erkenntnisse gewinnen, die vielleicht zum Nachdenken oder einer radikalen Umkehr führen können.
Das Heil der Seelen und die Verherrlichung Gottes ist Zweck wie Maßstab für das gesamte Sein und Tun der Kirche, für alle Einrichtungen, Strukturen und Aktivitäten. So sollten auch die traditionellen wie auch die rhythmischen Lieder im Gottesdienst letztendlich dem Heil der Seelen und der Verherrlichung Gottes dienen.
Nun gibt es aber bestimmte, vorhandene Gegebenheiten und Gegensätze die sich wie Feuer und Wasser, ...