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Brennpunkt.

Die Kirche: voll des Lebens und der jugendlichen Kraft
"Es gibt und es hat auf der Erde kein Werk des menschlichen Geistes gegeben, das so sehr zu untersucht werden verdient, wie die katholische Kirche. ... Keine andere Institution existiert heute noch, die in die Zeit zurückreicht, in der im Pantheon die Opfer rauchten und im Flavischen Amphitheater Leoparden und Tiger sprangen.
Die stolzesten Königshäuser sind nur von gestern im Vergleich mit der Reihe der römischen Päpste ... Das Papsttum besteht, es befindet sich nicht im Niedergang, ist keine bloße Antiquität, sondern voll des Lebens und der jugendlichen Kraft
(...)
(Die katholische Kirche) mag auch dann noch in unverminderter Kraft dastehen, wenn irgendein Tourist aus New Zealand inmitten einer weiten Wüste sich auf den gebrochenen Bogen der London Bridge setzt, um die Ruinen von St. Paul's zu zeichnen."[1]

[1]Zitat von Th. B. Macaulay (schottischer Staatsmann und Historikers) im Jahr 1840;

Quelle: Walter Brandmüller: Licht und Schatten, S.54f.

(PH)

Komm, Schöpfer Geist, kehr' bei uns ein!
+ + +

Komm, Schöpfer Geist, kehr' bei uns ein!
Besuch' das Herz der Kinder Dein!
Erfüll uns all' mit Deiner Gnad',
die Deine Macht erschaffen hat!

Der Du der Tröster wirst genannt,
vom höchsten Gott ein Gnadenpfand,
Du Lebensstrom, Licht, Lieb' und Glut,
der Seele Salbung, höchstes Gut!

O Schatz, der siebenfältig ziert,
O Finger Gottes, der uns führt,
Geschenk vom Vater zugesagt,
Du, der die Zungen reden macht,

zünd an in uns Dein Gnadenlicht!
Gieß Lieb' ins Herz, die ihm gebricht!
Stärk' unsres Leibs Gebrechlichkeit
mit Deiner Kraft zu jeder Zeit!

Treib' weit von uns des Feinds Gewalt!
In Deinem Frieden uns erhalt,
daß wir, geführt von Deinem Licht,
in Sünd' und Leid verfallen nicht!

Gib, daß durch Dich den Vater wir
und auch den Sohn erkennen hier,
und, daß als Geist von beiden Dich
wir allzeit glauben festiglich!

Lob sei dem Vater auf dem Thron
und Seinem auferstand'nen Sohn,
dem Heiligen Geist auch allezeit,
von nun an bis in Ewigkeit! Amen!

+ + +

Pfingsthymnus "Veni Creator Spiritus"
(Rabanus Maurus)

(LWT)

Der Heilige Benedikt Labre
"...ein Verrückter war Benedikt Labre nicht. Wenn er einmal redete - und er sprach oft monatelang überhaupt nicht - war seine Rede von unerhörter Klarheit. Einmal sprach er zu einem Priester über seinen Glauben und erwähnte die Dreifaltigkeit. "Was verstehst du ungebildeter Mensch von diesem Geheimnis?" fuhr ihm der Geistliche dazwischen. "Gar nichts, aber ich bin hingerissen!", antwortete der Bettler.
Als diesen von Gott hingerissenen Menschen lernte ihn schließlich die Stadt Rom kennen. Und in diesem Zustand hat ihn auch der Maler Antonio Cavallucci beobachtet und ein ergreifendes Portrait geschaffen. Nachts schlief Labre in irgeneinem Rattenloch des Colosseums, das damals noch keine Touristenattraktion war, und tagsüber pilgerte er von Kirche zu Kirche, wo er oft stundenlang regungslos im Gebet verharrte. Sein schwacher ausgemergelter Körper kam gerade noch über den Winter 1782 / 1783. Dann brach er am 16. April 1783 in einer Kirche zusammen. Ein Fleischer brachte ihn, der nur noch das Gewicht eines Kindes hatte, zu sich ins Haus, wo er 35-jährig starb. Nur um uns zu sagen, dass wir vor Gott alle Bettler sind und gar nicht mehr als das werden können."

Quelle:
Schwestern und Brüder vom heiligen Benedikt Labre e.V.
Pommernstraße 30
80809 München
Telefon (089) 3 51 20 88 / 89
Fax (089) 3 51 42 19
eMail info@benedikt-labre.de
==> http://www.benedikt-labre.de/benedikt.html

(PH)

Der Zivilisationsgrad einer Gesellschaft zeigt sich daran, wie sie mit ihren schwächsten Mitgliedern umgeht. Dazu gehören auch die Ungeborenen.
Chiles Präsident Sebastián Piñera.

Die einfachen Gebete der Volksfrömmigkeit beten
Interview von 30giorni mit dem Augustiner Prosper Grech, den Benedikt XVI. beim letzten Konsistorium zum Kardinal kreiert hat...
...hier lesen ==> http://www.30giorni.it/articoli_id_78316_l5.htm

(LWT)

Ad multos annos!
Zum 85. Geburtstag von Papst Benedikt XVI.,

"Fährmann durch den Kontinent der Seele"

von Alexander Kissler

...hier lesen ==> http://www.tabularasa-jena.de/artikel/artikel_3977

(LWT)

 Halte mich nicht fest!
Jesus sagte zu ihr: "Halte mich nicht fest!" ... (Joh 20,1 ff)
...hier den ganzen Osterbericht lesen ==> http://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/joh20.html

(LWT)

Wir sind eine einheitliche Körperschaft...!
Wir sind eine einheitliche Körperschaft. Wir sind durch unsere gemeinsame religiöse Überzeugung, durch ein und dieselbe göttliche Zucht und durch den Bund gemeinsamer Erwartung zusammengehalten. Wir treten zu einer bleibenden Vereinigung und zu gemeinschaftlichen Versammlungen zusammen. Wir bilden gleichsam ein Heer um Gott und belagern ihn mit unseren Bitten. Das ist die Gewalt, die Gott freut. Wir beten auch für den Kaiser, für alle, welche verantwortliche Ämter und Machtvollkommenheiten bekleiden. Wir beten um den Aufschub des Endes. Wir kommen zusammen, um uns den Inhalt der Heiligen Schrift zu vergegenwärtigen, so oft die Lage der Zeit zur Warnung oder Erinnerung drängt. In jedem Falle nähren wir durch heilige Worte unseren Glauben. Wir straffen die Erwartung. Wir stärken das Vertrauen. Wir befestigen die Zucht durch Einschärfung unserer Vorschriften. In dieser unserer Vereinigung und Versammlung kommt es zur Aufmunterung, zur Zurechtweisung und zu göttlicher Beurteilung. Denn es wird mit großem Nachdruck Gericht gehalten, wie es bei Menschen sein muß, die der Gegenwart Gottes gewiß sind. So wird es zu einem tiefergreifenden Vorspiel des zukünftigen Gerichts, wenn jemand sich so vergangen hat, daß er von der Gemeinschaft des Gebets, von der Gemeinschaft des gesamten geweihten Verkehrs ausgeschlossen wird. Den Vorsitz führen immer die Bewährtesten, „die Älteren“, wie wir sie nennen. Diese Ehre haben sie niemals durch Geld, sondern durch ihren guten Ruf erlangt. Denn für Geld ist keine Sache Gottes zu haben. Wenn auch eine Art Kasse vorhanden ist, so kommt sie nicht durch Eintrittsgeld, wie man sich etwa in eine Gesellschaft oder Stellung einkauft, zusammen. Das wäre ja eine Art „Kaufen der Religion“. Es legt vielmehr jeder einzelne an einem Tag im Monat irgendeinen Betrag ein, oder auch wann er es sonst will, und wenn er es überhaupt will, und wenn er es kann. Denn es besteht für niemand ein Zwang; sondern jeder gibt freiwillig seinen Beitrag. Es sind dies gleichsam Spareinlagen der Gemeinschaft mit Gott.

(Der Verfasser ist der Redaktion bekannt)

(LWT - 2012-01-24 - http://tinyurl.com/6tn6dta)

„Hermeneutik der Reform“ ist der Schlüssel, der einen verstehen lässt, was auf dem Zweiten Vatikanum geschehen ist
"Was eigentlich ist der Kern des Streits zwischen der römischen Kirchenführung und traditionalistischen Katholiken? Warum hat die Leitung der von Erzbischof Lefebvre gegründeten Piusbruderschaft vor kurzem wieder erklärt, dass sie einige Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils – allen voran die Aussagen zur Religionsfreiheit – nie wird unterschreiben können? War das Konzil ein Bruch mit der Vergangenheit? Oder hat man die Konzilstexte im Licht der hermeneutischen Kategorie der Kontinuität zu lesen und zu verstehen? Beides ist falsch, sagt unser Autor. Oder besser: Beides ist richtig. Es gibt sowohl Kontinuitäten wie auch Diskontinuitäten in den Aussagen des Konzils. Darum ist es irreführend, einseitig von einer „Hermeneutik der Kontinuität“ oder einer „Hermeneutik des Bruchs“ zu sprechen. Gerade wenn es um die Religionsfreiheit geht. Vielmehr ist die „Hermeneutik der Reform“ der Schlüssel, der einen verstehen lässt, was auf dem Zweiten Vatikanum geschehen ist. ..."

Hier weiterlesen (.PDF) ==> http://vatican-magazin.de/images/vatican/ausgaben/2012/3-2012/37-45disputa.pdf

Quelle: VATICAN MAGAZIN 3/2012 - Artikel: Die „Hermeneutik der Reform“ und die Religionsfreiheit

(LWT)

Die Prophetie des ersten Papstes über die Ankunft des Tages Gottes
"Kommen aber wird der Tag des Herrn wie ein Dieb; an ihm werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber in der Flammenglut sich auflösen, und die Erde wird mit allen Menschenwerken, die auf ihr sind, in Feuer aufgehen. Da nun dies alles sich so auflöst, wie muß es da bei euch mit den Erweisen von heiligem Wandel und Gottseligkeit bestellt sein, indem ihr auf die Ankunft des Tages Gottes wartet und euch darauf rüstet, um dessen willen die Himmel im Feuer zergehen werden und die Elemente in der Flammenglut zerschmelzen! Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt."

( Zitat aus dem 2. Brief des 1. Papstes Kapitel 3 Verse 10 bis 13 aus der Bibelübersetzung Menge - Internet Link zur Online-Ausgabe der Menge-Bibel ==> http://www.die-bibel.de/online-bibeln/menge-bibel/bibeltext )

(LWT)

Pater Pios Prophezeiungen
Die Dreitagesfinsternis ==> http://www.scribd.com/doc/91512875/Pater-Pios-Prophezeiungen-Dreitagesfinsternis

(LWT)

Beisammenbleiben
Zwei Brüder wohnten in Kellia. Der eine war schon alt und bat einmal den Jüngeren: "Laß uns miteinander hier bleiben, mein Bruder!" Der aber antwortete: "Ich bin ein Sünder und darf nicht hier bleiben, mein Vater!" Jener aber fuhr mit Bitten fort und sagte:" Doch, wir können es!" Jener Altvater war nämlich rein und wollte es nicht glauben, daß ein Mönch in seinem Herzen auf Un zucht sinnen könne. Da sagte der Bruder zu ihm: "Laß mich noch eine Woche, dann wollen wir weiter darüber reden." Der Altvater kam also wieder, und da der Jüngere ihn auf die Probe stellen wollte, sagte er: "Mein Vater in dieser Woche bin ich einer grossen Versuchung erlegen. Als ich wegen einer Dienstleistung ins Dorf ging, fiel ich mit einem Weib in Sünde." Da fragte ihn der Altvater: "Willst du Buße tun? Als der Bruder bejahte, sagte der Alte zu ihm: "Ich will für dich die Hälfte deiner Schuld auf mich nehmen!" Da antwortete der Bruder: "Jetzt weiß ich, daß wir beisammenbleiben können." Und sie gingen nicht mehr auseinander bis zu ihrem Ende. (V, 17,14)

(Apophtegmata Patrum, 990)

(LWT)

Gott ist unser Erzieher
Predigt von Papst Benedikt XVI. anlässlich der Taufe von 16 Kindern am Sonntag, den 8.1.2012...

...hier Video starten ==> http://tinyurl.com/8xwcbjz <==

(kath.tube Video - Aufnahme der Live-Übertragung aus der sixtinischen Kapelle)

(LWT 2012-01-08)

Jeder gibt freiwillig seinen Beitrag!
"Wenn auch eine Art von Kasse vorhanden ist, so wird sie nicht etwa durch eine Aufnahmegebühr, was eine Art von Verkauf der Religion wäre, gebildet, sondern jeder einzelne steuert ein mäßige Gabe bei an einem bestimmten Tage des Monats, oder wann er will, wofern er nur will und kann. Denn niemand wird dazu genötigt, sondern jeder gibt freiwillig seinen Beitrag."
(Tertullian, Apologeticum 39 - ...verfasst im Jahre des Herrn 200)

(PH)

Unterschied zwischen drinnen und draussen - VOL 1
Einmal kam der Abbas Makarios zum Abbas Pachomios bei Tabennesi. Pachomios fragte ihn: "Wenn die Brüder nichts auf Ordnung geben, ist es dann gut sie zu beleheren?" Abbas Makarios sprach zu ihm: "Weise zurecht und richte gerecht über deine Untergebenen, von den Aussenstehenden hingegen richte niemand; denn es steht geschrieben: Richtet ihr nicht über die, die drinnen sind? Die draussen richtet Gott!" (1 Kor 5,12). (2)

(Apophtegmata Patrum 544)

(PH)

Ein Bischof ermahnt seinen Klerus
" Mit einem Gefühl von Bitterkeit habe ich zur Kenntnis nehmen müssen, daß viele von Euch die Möglichkeit zur Feier der hl. Messe in der „außerordentlichen Form“ nach den Büchern von 1962, die Papst Benedikt XVI. den Gläubigen in seinem Motu-Proprio Summorum Pontificum gegeben hat, nicht mit der richtigen Einstellung aufgenommen haben.
Auf den „Drei Tagen für Kleriker“ im September 2007 habe ich klar und mit Nachdruck auf die wahre Bedeutung des Motu Proprio hingewiesen und erklärt, wie wir es verstehen und im Geist der Offenheit gegenüber seinem lehrmäßigen Gehalt aufnehmen und in bereitwilligem Gehorsam umsetzen sollten. Als Bischof habe ich dabei von meiner Autorität Gebrauch gemacht, die überdies in voller Übereinstimmung mit einem feierlichen Gesetzesakt des Obersten Pontifex steht. Ich habe mich dabei auf die theologische Begründung der Natur der göttlichen Liturgie und die Unwandelbarkeit ihres übernatürlichen Gehaltes gestützt und hatte darüberhinaus auch ganz praktisch und konkret das Wohl der Kirche im Auge.
Die ablehnenden Reaktionen auf das Motu Proprio und die theologischen wie praktischen Vorgaben des Bischofs beruhen in den meisten Fällen auf emotionalen und theologisch oberflächlichen Argumenten, also einer unzureichenden und kurzsichtigen „theologischen"“ Denkweise, die nicht der wahren Natur des Glaubens und des sakramentalen Lebens der Kirche gerecht wird. Diese kann sich nicht auf die zeitlose Tradition der Kirche stützen und statt dessen richtet sie sich auf Randerscheinungen oder fasst jedenfalls nicht das ganze Bild ins Auge. Nicht ohne Grund hatte ich auf den erwähnten „Drei Tagen“ den praktischen Richtlinien und Anleitungen eine lehrmäßige Darstellung des „Unveränderlichen Wesensgehaltes der Liturgie“ vorangestellt.
Wie ich erfahren mußte, haben an einigen Orten Priester und Pfarrer Gläubige, die darum baten, von der Möglichkeit des Motu-Proprio und ihrem Recht zur Feier der Messe in der außerordentlichen Form Gebrauch zu machen, nachgerade lächerlich gemacht; Mitbrüdern im Priesteramt, die die Anfragen der Gläubigen verständnisvoll und bereitwillig aufgenommen haben, wurde Verachtung und fast schon Feindseligkeit entgegengebracht.
Ich bitte Euch, daß Ihr alle Haltungen ablegt, die nicht der kirchlichen Gemeinschaft, dem Kirchenrecht und dem bereitwilligen Gehorsam entsprechen, der feierlichen Akten des Lehramtes und des Kirchenregiments gebührt. Ich bin überzeugt, daß diese Bitte im Geist des Respekts und des Gehorsams aufgenommen wird. (...)"

(Der Name jenes Bischofs ist der Redaktion bekannt und wird auf Anfrage gerne bekanntgegeben)

(LWT)

Durch die echte Mystik lernst Du unseren Herrn Jesus und Seine Kirche kennen und lieben!
"... Als sich Benedikt in Herbst und Winter 2010 bei den Generalaudienzen mit herausragenden Frauen der Kirchengeschichte beschäftigte, überwogen die Mystikerinnen – Hildegard von Bingen, Mechthild von Hackeborn, Teresa von Jesus, Angela von Foligno, Juliana von Norwich, Veronica Giuliani. Sie alle zeigten durch ihr Gebetsleben, „Mystik schafft keine Distanz zum Anderen“, sondern führt „zur Freundschaft mit ihm, da sie mit den Augen und mit dem Herzen Gottes zu sehen beginnt.“ Die mystische Versenkung ist demnach kein Kreisen um sich selbst, sondern die Öffnung der Seele für Gott, die ihrerseits unmittelbar zur Tat drängt, praktisch wird in der Liebe: Dieser Dreiklang bezeichnet das mystische Grundverständnis Benedikts. Der Mystikerin Katharina von Siena rühmt er folgerichtig nach, von ihr könne der Christ in der Gegenwart „das höchste Wissen“ empfangen, „Jesus Christus und seine Kirche zu kennen und zu lieben. ...“

Quelle: Vatikan Magazin 4/2012 - dort: Alexander Kisslers Geburtstagsartikel über Papst Benedikt XVI. : "Ein Fährmann durch den Kontinent der Seele"
PDF-Download ==> http://www.vatican-magazin.de/images/vatican/ausgaben/2012/4-2012/36-39ad_multos_annos.pdf

(PH)

...beginnen von innen her!
"...Ich bin fest davon überzeugt: Die Erneuerung der Kirche und meines persönlichen Christseins beginnt von innen her. Ich möchte darum noch einmal an Gedanken anknüpfen, die ich im Fastenhirtenbrief des vergangenen Jahres ausgesprochen hatte. Wir leben in einer Zeit, die im Begriff ist, Gott zu vergessen. Es besteht die reale Gefahr, dass wir Christen selbst in den Strudel der Gottvergessenheit hineingerissen werden. Irgendwie ist man noch nominell Christ und bekennt sich auch dazu, aber man lebt dann im Alltag so, als ob es Gott nicht gäbe. Was kann da helfen? Meine Antwort lautet: Das Gebet.
In die Gebetsschule des Herrn gehen – das ist eine Aufgabe, die vor allen anderen Aufgaben, die wir in unseren Gemeinden zu erledigen haben, Vorrang hat. Ja, erst so können die sonstigen kirchlichen Aktivitäten, die auch wichtig und notwendig sind, nachhaltig und fruchtbar werden, ..."

Aus dem Fastenhirtenbrief von S.E. Bischof Joachim Wanke (Diözese Erfurt)
...hier der volle Wortlaut ==> http://tinyurl.com/6py77aa

(LWT)

Stichwort >Entweltlichung<
"Man wundert sich, dass dieser Begriff bei uns so falsch oder so gar nicht verstanden wird. Nichts liegt dem Papst ferner, als dass Kirche ihre eigene kleine Sonderwelt erbaut. Entweltlichung bedeutet nicht Abkehr von den Menschen, sondern Abkehr von Macht, vom Mammon, von der Kumpanei, vom falschen Schein, von Betrug und Selbstbetrug. Ratzinger spricht übrigens bereits 1958 wörtlich vom 'Vorgang der Entweltlichung der Kirche'. Diese sei notwendig, damit der Glaube wieder seine Wirkstoffe entfalten könne. 'Entweltlichung' hat also nichts mit einem Rückzug aus dem gesellschaftlichen und politischen Engagement zu tun, oder gar einer Abkehr von der christlichen Tugend der Caritas. Es geht darum, widerständig zu bleiben, zu zeigen, dass mit Christentum eine Haltung verbunden ist, die weit über jede rein weltliche, materialistische Weltanschauung hinausreicht."

Quelle: Zitat aus dem Kath.net Interview mit Peter Seewald zum 85. Geburtstag von Papst Benedikt XVI.
...hier ganzes Interview lesen ==> http://tinyurl.com/d9lp7mp

(LWT)

Latein in der Hl. Liturgie
"Die Messe wird in lateinischer Sprache oder in einer anderen Sprache gefeiert, sofern nur die liturgischen Texte verwendet werden, die nach Maßgabe des Rechts approbiert worden sind. Abgesehen von den Meßfeiern, die an den von der kirchlichen Autorität festgelegten Zeiten in der Volkssprache zu vollziehen sind, ist es den Priestern immer und überall erlaubt, in Latein zu feiern."[1]

"Der Heilige Vater will, daß die überlieferte Form der Messe regulärer Bestandteil des liturgischen Lebens der Kirche wird, damit alle Gläubigen – die jungen wie die alten – sich mit den alten Riten vertraut machen und von ihrer spürbaren Schönheit und Transzendenz profitieren können. Der Heilige Vater will das sowohl aus pastoralen als auch aus theologischen Gründen. In seinem Begleitbrief zu Summorum Pontificum hat Papst Benedikt geschrieben:
In der Geschichte der Liturgie gibt es Wachstum und Fortschritt, aber keinen Bruch. Was früheren Generationen heilig war, bleibt auch für uns heilig und groß, und es kann nicht plötzlich völig verboten oder soagar als schädlich angesehen werden. Es steht uns allen gut an, die Reichtümer, die sich im Glauben und dem Gebet der Kirche entwickelt haben, zu bewahren und ihnen ihren rechten Platz einzuräumen.“[2]

[1]Quelle: Instruktion REDEMPTIONIS SACRAMENTUM - 112. ==> http://tinyurl.com/3cwzaz

[2]Quelle: Ansprache von S. E. Cardinal Castrillon Hoyos vor der Latin Mass Society von England und Wales. London, 14. Juni 2008 - ==> http://www.summorum-pontificum.de/texte/ecclesiadei_2.shtml

(PH)

Jede staatliche Gesetzgebung muss sich am Naturrecht messen lassen!
“Im verhängnisvollen Zug der Zeit liegt es, wie die Sittenlehre, so auch die Grundlagen des Rechtslebens und der Rechtspflege vom wahren Gottesglauben und von den geoffenbarten Gottesgeboten mehr und mehr abzulösen. Wir denken hier besonders an das sogenannte Naturrecht, das vom Finger des Schöpfers selbst in die Tafeln des Menschenherzens geschrieben wurde (Röm 2,14-15) und von der gesunden, durch Sünde und Leidenschaft nicht verblendeten Vernunft von diesen Tafeln abgelesen werden kann. An den Geboten dieses Naturrechts kann jedes positive Recht, von welchem Gesetzgeber es auch kommen mag, auf seinen sittlichen Gehalt, damit auf seine sittliche Befehlsmacht und Gewissensverpflichtung nachgeprüft werden. Menschliche Gesetze, die mit dem Naturrecht in unlösbarem Widerspruch stehen, kranken an einem Geburtsfehler, den kein Zwangsmittel, keine äußere Machtentfaltung sanieren kann. Mit diesem Maßstab muß auch der Grundsatz: „Recht ist, was dem Volke nützt“, gemessen werden, wenn man unterstellt, daß sittlich Unerlaubtes nie dem wahren Wohle des Volkes zu dienen vermag. Indes hat schon das alte Heidentum erkannt, daß der Satz, um völlig richtig zu sein, eigentlich umgekehrt werden und lauten muß: „Nie ist etwas nützlich, wenn es nicht gleichzeitig sittlich gut ist. Und nicht weil nützlich, ist es sittlich gut, sondern weil sittlich gut, ist es auch nützlich“ (Cicero de officiis 3, 30). Von dieser Sittenregel losgelöst, würde jener Grundsatz im zwischenstaatlichen Leben den ewigen Kriegszustand zwischen den verschiedenen Nationen bedeuten. Im innerstaatlichen Leben verkennt er, Nützlichkeits- und Rechtserwägungen miteinander verquickend, die grundlegende Tatsache, daß der Mensch als Persönlichkeit gottgegebene Rechte besitzt, die jedem auf ihre Leugnung, Aufhebung oder Brachlegung abzielenden Eingriff vonseiten der Gemeinschaft entzogen bleiben müssen.”

Der vollständige Text ==> http://tinyurl.com/ll2gt6

Autor: Papst Pius XI.,
Titel: ENZYKLIKA „MIT BRENNENDER SORGE“
Erscheinungsdatum: 14. März 1937

(LWT)

Wacht auf!
'...Wacht auf! Erhebt euch von eurem Taumel und lasst euch von eurem höllischen Feind nicht betören, der euch schon sehr in Besitz genommen hat und der seinen pestilenzialischen Einfluss immer mehr verstärkt. Es bleibt nur mehr wenig Zeit, die Furchen eurer Seelen zuglätten. Tut etwas Busse! Verbannt alle verderblichen Vergnügungen am Tag und bei Nacht. Wenn ihr nicht reumütig zu Gott zurückkehren werdet, werden Todesschatten euch auf Schritt und Tritt verfolgen.

Ehrfurcht im Heiligtum

Es naht die Sommerszeit und da werden die Kirchen entweiht durch die nachlässige Haltung schlapper und neuerungssüchtiger Priester. Sie wachen nicht über die Ehrfurcht und Schamhaftigkeit, die dem im Heiligtum lebendig gegenwärtigen Gott entgegengebracht werden soll. Der Herr hat für sein Kommen eine Zeit gewählt, da in Palästina die Frauen das Haupt immer bedeckt hielten und die Männer die Tunika und einen Überwurf trugen. Die himmlische Königin zeigt euch das auf allen ihren Bildern: langes Kleid und bedecktes Haupt. Daher - im Namen Gottes - nichts Unschickliches soll das Heiligtum betreten. Die Diener Gottes sollen ihre Feigheit überwinden! Sie sollen mit offenen Augen über die Gläubigen wachen, In allem sollen sie die Ehre Gottes suchen und mit väterlicher Bestimmtheit sollen sie das Volk führen,um dadurch den Zorn Gottes zu besänftigen, denn er hat schon allzulange Geduld geübt.

An die Frau

Die Frau ist von Natur aus zart und sie soll ihr Zartgefühl ausstrahlen durch ein liebenswürdiges Wesen. Ihr Benehmen, das jenes des Mannes an Zartheit übertrifft, sollte sich durch Reinheit und persönliche Zurückhaltung auszeichnen. Nun aber verführen viele Frauen die Menschheit, die Gesellschaft, die Familie, die Unschuld, die sie umgibt, da sie die Ordnung Gottes umstürzen. Ihr Frauen, füllt nicht die Strandbäder mit eurem sündhaften Benehmen! Ihr trübt das Auge des Mannes, statt es zu erhellen. Euer Vorbild sei die Schönheit, der Tugendglanz und die Reinheit der himmlischen Jungfrau. Verschreibt euch nicht Satan, diesem unheilvollen, frechen Verderber. Kleidet euren Leib nicht leichtfertig. Eines Tages wird er zum Abscheu selbst der Totengräberwerden. Lebt klug und weise, nicht als Gedankenlose! Wiederholt oft die Anrufung - O Maria, ganz schön, ganz rein, ganz heilig bist du! Hilf mir meine arme Seele retten! Nur eines ist notwendig!

Eine zweifache Begierde treibt in dieser letzten Zeit den Mann in den Abgrund; die Geldgier und die Vergnügungssucht; die Frau aber die totale Ausschweifung. Das Leben des Mannes auf Erden sollte auf die Eroberung des ewigen Lebens ausgerichtet sein, indem er gegen die bösen Leidenschaften kämpft. Mit wieviel Kampfesgeist sucht man auf dem stürmischen Meer des Lebens seine Position zu verbessern, sich gegen Misserfolgezu schützen, seinen guten Ruf zu sichern und jeden Konkurrenten niederzuhalten. Habt ihr denn vergessen, dass jeder Seele jenes ewige Wort Gottes eingeprägt wurde:

''Lasst uns den Menschen nach unserem Bild und Gleichnis machen.'' Daher sollte der Mensch, der eine Frucht der unendlichen Liebe Gottes ist, der wahren Wirklichkeit leben, sich mit dem Ewigen verbinden. Das erreicht man aber nur durch das Gebet. Jesus hat uns das Beispiel gegeben. Er zog sich selbst von den Aposteln zurück, um zu beten. Darum hat er seinen Auserwählten, den Aposteln gesagt: Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallet. Wer betet, wird gerettet, wer nicht betet, wird verdammt ! Man hat den Weg verloren. Warum wollt ihr nicht ein wenig Zwiesprache mit Gott pflegen? Das Beten ist euch lästig geworden. So sehr seid ihr von der Welt in Beschlag genommen, dass ihr kein Bedürfnis mehr nach Gott spürt. Ihr findet nurmehr Zeit, in todbringender Entspannung, unheilvolle Abende vor dem Fernsehapparat zu fristen, der euren Geist immer mehr verdunkelt und durch die vielen unheilvollen Revolten verseucht.

Denkt ernstlich darüber nach, dass die Seele der wahre Reichtum eures Lebens ist, denn sie wurde erschaffen und erhöht durch Gott, den Schöpfer des Weltalls. Außerhalb dieser Wirklichkeit ist alles wertlos. Sät ihr nicht für die Ewigkeit, so lebt ihr in einem leeren Raum, indem ihr die eigene Würde, eure Seele zertretet. Erweckt euren Glauben! Betet, und ihr werdet euch retten! Denkt an die Hochherzigkeit vieler Märtyrer für die Rettung ihrer eigenen Seele. Und ihr, was werdet ihr tun, eure Seele zuretten? Gilt denn das Lasttier mehr als sein Herr? Und wenn eure Seele einen unendlichen Wert hat, warum zertretet ihr sie und behandelt sie gleich einem Lasttier? Ist denn die Seele euer Eigentum?

Die Wahrheit lässt sich nicht leugnen. Ihr habt eine lebendige Seele, die euch belebt. Wenn sie sich vom Leib trennt, um in die Ewigkeit einzugehen, wird der Leib leblos und fällt der Verwesung anheim. Dennoch seid ihr ganz und gar nicht besorgt um dieses so große Geheimnis, als ob euch auf Erden das ewige Leben beschieden wäre. Der wissenschaftliche Fortschritt zieht euch ganz in seinen Bann. Das Wissen um göttliche Dinge und die göttliche Tugend der Liebe, die euer ganzes Leben durchwirken sollte, wird immer mehr verschmäht. Dieser wissenschaftliche Fortschritt! Welch ein Unheil für so viele törichte Seelen! Man kann sagen, die moderne Wissenschaft ist die Bibel des Teufels.

Jede Erfindung, jede Ausbeutung der Naturgesetze, die Weltraumfahrt, all das sollte euch Gott näher bringen, der euch durch den Verstand befähigt, in so viele herrliche Geheimnisse dieser Welt einzudringen. Der Mensch hingegen, das kleine Atom im Weltall, verliert sich in seinem Größenwahn. Er wähnt sich groß, weil er forscht und sich in das Weltall wagt, dabei aber sein ewiges Ziel, seinen Schöpfer, vergisst. Der Mensch denkt nur an die Zelt und ist von seiner Wissenschaft ganz eingenommen. Doch der Glaube, der die wahre Wissenschaft ist, überragt die menschliche Wissenschaft. In der Welt ist alles begrenzt. Gott allein kennt keine Grenzen, weder der Vergangenheit, noch der Zukunft. Er ist der Unerschaffene, der Allmächtige, Allwissende, der unendliche Abgrund, der nicht auszufüllen ist.

Daher könnt ihr seinem Blick nicht entfliehen. Er sieht alles und wird euch mit jenem Zeitmaß messen, mit dem ihr ihm gemessen haben werdet. So werdet ihr bestimmt gemessen werden am letzten Tag, wenn er in seiner unendlichen Majestät, mit Vaterrechten über alle Völker, euch sagen wird: ''Weicht, ihr Verfluchten, ins ewige Feuer! Ich kenne euch nicht.'' Diese meine Ermahnungen sind unermessliche Gnaden, die euch Gott verleiht, denn ich rede zu euch in seinem Namen, damit ihr euch einer wahren Erneuerung befleißt. Wenn ihr diese aber nicht vollziehen werdet und ihr weiterhin taube Ohren habt, werdet ihr der göttlichen Gerechtigkeit nicht entgehen.

Ihr habt viele Mittel zur Rettung, vor allem das Gebet, um Gott näher zu kommen. Die Kirchen sind entvölkert. Ihr zeigt keinen Eifer mehr, ihn aufzusuchen, der immer auf der Suche nach dem verlorenen Schäflein ist. Und jene, die noch in die Kirche gehen, mit welcher Eile und Ehrfurchtslosigkeit stehen sie in der Gegenwart Gottes, der wirklich und lebendig in den Tabernakeln weilt. Einige betreten gewohnheitsmäßig mit solcher Andachtslosigkeit, Lieblosigkeit und Schamlosigkeit im Benehmen das Gotteshaus, dass die heilige Stätte entweiht wird. Ich wiederhole es euch: Geizt nicht mit der Zeit dem lieben Gott, noch eurer Seele gegenüber, sondern bedenkt ihren Wert, behütet sie und führt sie geradewegs zu eurem Schöpfer. Ihr wisst doch, dass ihr plötzlich vor dem Richterstuhl Gottes stehen könnt. Gewisse jähe Todesfälle sind Zeichen göttlicher Strafe, da man gottvergessen lebt. Der Herr ist überaus barmherzig, aber auch unerbittlich in seiner unendlichen Gerechtigkeit. Selig, wer das Ziel kennt, wofür er erschaffen worden ist! Aber es sind wenige....'

...hier weiterlesen ==> http://www.scribd.com/schearjaschub/d/53286326-Pater-Pio-Botschaften

Quelle: Pater Pio spricht zur Welt - Parvis-Verlag, CH-1648 Hauteville / Schweiz - ISBN 3-907523-15-6 1992


(PH)

VETERVM SAPIENTIA
IOANNIS PP. XXIII CONSTITVTIO APOSTOLICA
DE LATINITATIS STVDIO PROVEHENDO

1. Veterum Sapientia, in Graecorum Romanorumque inclusa litteris, itemque clarissima antiquorum populorum monumenta doctrinae, quasi quaedam praenuntia aurora sunt habenda evangelicae veritatis, quam Filius Dei, gratiae disciplinaeque arbiter et magister, illuminator ac deductor generis humani (1), his nuntiavit in terris. Ecclesiae enim Patres et Doctores, in praestantissimis vetustorum illorum temporum memoriis quandam agnoverunt animorum praeparationem ad supernas suscipiendas divitias, quas Christus Iesus in dispensatione plenitudinis temporum (2) cum mortalibus communicavit; ex quo illud factum esse patet, ut in ordine rerum christianarum instaurato nihil sane perierit, quod verum, et iustum, et nobile, denique pulchrum ante acta saecula peperissent.

2. Quam ob rem Ecclesia sancta eius modi sapientiae documenta, et in primis Graecam Latinamque linguas, sapientiae ipsius auream quasi vestem, summo quidem honore coluit: atque etiam venerandos sermones alios, qui in orientis plagis floruerunt, quippe cum ad humani generis profectum et ad mores conformandos haud parum valerent, in usum recepit; iidemque sive in religiosis caerimoniis sive in Sacrarum Scripturarum interpretatione adhibiti, usque ad praesens tempus in quibusdam regionibus, perinde ac vivacis antiquitatis numquam intermissae voces, viguerunt.

3. Quarum in varietate linguarum ea profecto eminet, quae primum in Latii finibus exorta, deinde postea mirum quantum ad christianum nomen in occidentis regiones disseminandum profecit. Siquidem non sine divino consilio illud evenit, ut qui sermo amplissimam gentium consortionem sub Romani Imperii auctoritate saecula plurima sociavisset, is et proprius Apostolicae Sedis evaderet (3) et, posteritati servatus, christianos Europae populos alios cum aliis arto unitatis vinculo coniungeret.

Suae enim sponte naturae lingua Latina ad provehendum apud populos quoslibet omnem humanitatis cultum est peraccommodata: cum invidiam non commoveat, singulis gentibus se aequabilem praestet, nullius partibus faveat, omnibus postremo sit grata et amica. ...

... ==> http://tinyurl.com/7xs4utx

(LWT)

Das Recht der Gläubigen
"Die Gläubigen haben das Recht der eigenen Form des geistlichen Lebens zu folgen, sofern diese mit der Lehre der Kirche übereinstimmt."

Quelle: CIC

"Die Gläubigen haben das Recht, aus den geistlichen Gütern der Kirche, insbesondere dem Wort Gottes und den Sakramenten, Hilfe von den geistlichen Hirten zu empfangen (1) und sie haben das Recht, den Gottesdienst gemäß den Vorschriften des eigenen, von den zuständigen Hirten der Kirche genehmigten Ritus zu feiern und der eigenen Form des geistlichen Lebens zu folgen, sofern diese mit der Lehre der Kirche übereinstimmt.(2)

Den Gläubigen ist es unbenommen, ihre Anliegen, insbesondere die geistlichen, und ihre Wünsche den Hirten der Kirche zu eröffnen.(3)

Entsprechend ihrem Wissen, ihrer Zuständigkeit und ihrer hervorragenden Stellung haben sie das Recht und bisweilen sogar die Pflicht, ihre Meinung in dem, was das Wohl der Kirche angeht, den geistlichen Hirten mitzuteilen und sie unter Wahrung der Unversehrtheit des Glaubens und der Sitten und der Ehrfurcht gegenüber den Hirten und unter Beachtung des allgemeinen Nutzens und der Würde der Personen den übrigen Gläubigen kundzutun.(4)

Wenn also ein Gläubiger bei einer bestimmten liturgischen Praxis sich in seinem Glaubensempfinden verletzt fühlt und sich im folgenden Gespräch mit dem Verursacher jener Verletzung nicht ernst genommen fühlt, steht es ihm frei, sich an den Bischof zu wenden. Dies ist keine Denunziation, sondern das Recht eines jeden Gläubigen, das zu schützen der Bischof eine besondere Verantwortung trägt."

[Vgl.: CIC - (1) CAN 213; (2) CAN 214; (3) CAN 212 §2; (4) CAN 212 §3;]


(LWT)

Für sein Volk ist der Herr eine Zuflucht
"Denn seht, in jenen Tagen, in jener Zeit, / wenn ich das Geschick Judas und Jerusalems wende, versammle ich alle Völker / und führe sie hinab zum Tal Joschafat; dort streite ich im Gericht mit ihnen / um Israel, mein Volk und meinen Erbbesitz. Denn sie haben es unter die Völker zerstreut / und mein Land aufgeteilt. Sie haben über mein Volk das Los geworfen, / einen Knaben haben sie der Dirne als Lohn gegeben / und Mädchen für Wein verkauft, um zu zechen. Und auch ihr, Tyrus und Sidon, und alle ihr Gaue der Philister, was wollt ihr von mir? Wollt ihr mir vergelten, was ich euch angetan habe? Oder wollt ihr mir selbst etwas antun? Leicht und schnell lasse ich eure Taten auf euch selbst zurückfallen. Denn ihr habt mein Silber und Gold genommen und meine kostbaren Schätze in eure Paläste gebracht. Ihr habt Judas und Jerusalems Söhne an die Jawaniter verkauft, um sie aus ihrer Heimat zu entfernen. Seht her, ich lasse sie aufbrechen von dem Ort, wohin ihr sie verkauft habt, und lasse eure Taten auf euch selbst zurückfallen. Und ich verkaufe eure Söhne und Töchter an die Söhne Judas und diese verkaufen sie weiter an die Sabäer, ein Volk in weiter Ferne. Ja, der Herr hat gesprochen. Ruft den Völkern zu: / Ruft den Heiligen Krieg aus! Bietet eure Kämpfer auf! / Alle Krieger sollen anrücken und heraufziehen. Schmiedet Schwerter aus euren Pflugscharen / und Lanzen aus euren Winzermessern! / Der Schwache soll sagen: Ich bin ein Kämpfer. Eilt alle herbei, / versammelt euch, ihr Völker ringsum! / Dorthin führe, Herr, deine Kämpfer hinab! Die Völker sollen aufbrechen und heraufziehen zum Tal Joschafat. / Denn dort will ich zu Gericht sitzen über alle Völker ringsum. Schwingt die Sichel, / denn die Ernte ist reif. Kommt, tretet die Kelter, / denn sie ist voll, die Tröge fließen über. / Denn ihre Bosheit ist groß. Getöse und Getümmel herrscht / im Tal der Entscheidung; denn der Tag des Herrn ist nahe / im Tal der Entscheidung. Sonne und Mond verfinstern sich, / die Sterne halten ihr Licht zurück. Der Herr brüllt vom Zion her, / aus Jerusalem dröhnt seine Stimme, / sodass Himmel und Erde erbeben. Doch für sein Volk ist der Herr eine Zuflucht, / er ist eine Burg für Israels Söhne. Dann werdet ihr erkennen, / dass ich der Herr, euer Gott, bin und dass ich auf dem Zion wohne, / meinem heiligen Berg. Jerusalem wird heilig sein, / Fremde werden nie mehr hindurchziehen. An jenem Tag triefen die Berge von Wein, / die Hügel fließen über von Milch / und in allen Bächen Judas strömt Wasser. Eine Quelle entspringt im Haus des Herrn / und tränkt das Schittim-Tal. Ägypten wird zur Wüste, / Edom wird zur verödeten Steppe, wegen der Gewalttat an Judas Söhnen, / in deren Land sie unschuldiges Blut vergossen. Juda aber bleibt für immer bewohnt / und Jerusalem besteht von Geschlecht zu Geschlecht, [ich erkläre ihr Blut für unschuldig, / das ich vorher nicht für unschuldig erklärte,] / und der Herr wohnt auf dem Zion."

(Quelle: Die Bibel, das Buch Joel, Kapitel 4)

(LWT)

Die angemessene Haltung beim Kommunionempfang
Papst Benedikt XVI. unterstreicht klar die Notwendigkeit der angemessenen Haltung beim Kommunionempfang. Auf die Frage, ob er die kniende Mundkommunion für die angemessenste Haltung beim Kommunionempfang halte, erklärte er im Interview mit Peter Seewald:

„Ich bin nicht grundsätzlich gegen die Handkommunion, habe sie selbst auch gespendet und empfangen. Damit, dass ich die Kommunion jetzt kniend empfangen lasse und in den Mund gebe, wollte ich aber ein Zeichen der Ehrfurcht und ein Ausrufezeichen für die Realpräsenz setzen. Nicht zuletzt deshalb, weil gerade in Massenveranstaltungen, wie wir sie in Sankt Peter und auf dem Petersplatz haben, die Gefahr der Verflachung groß ist. Ich habe von Leuten gehört, die dann die Kommunion in die Brieftasche stecken, sie als irgendein Souvenir mitnehmen. In diesem Kontext, wo man denkt, es gehört halt einfach dazu, die Kommunion zu empfangen – alle gehen nach vorne, also gehe ich auch –, wollte ich ein klares Zeichen setzen. Es soll deutlich werden: Da ist etwas Besonderes! Hier ist Er da, vor dem man auf die Knie fällt. Achtet darauf! Es ist nicht bloß irgendein sozialer Ritus, an dem wir alle teilnehmen oder auch nicht teilnehmen könnten.“

(Quelle: Peter Seewald "Licht der Welt" S.186-187).

(LWT)

 Heilige Messe im zweiten Weltkrieg
Der Sinn der Freiheit
„Ich unterscheide zwischen Säkularismus und säkularem Sein. Wenn dem so ist, so ist es für mich sehr wichtig, einen individualistisch missverstandenen Begriff der Freiheit zu überwinden. Es gibt da einen Freiheitsbegriff, für den als Träger der Freiheit nur das Subjekt, das Individuum existiert. Es ist dies der alte Traum, wie Gott zu sein. Dies ist jedoch von einem anthropologischen Gesichtspunkt her falsch, da der Mensch ein endliches Wesen ist, geschaffen, um mit anderen zusammenzuleben. Seine Freiheit ist somit notwendig eine mit anderen geteilte Freiheit, die die Freiheit für alle garantiert und also auf die Verabsolutierung des Ich verzichtet. Wieder lernen, dass Freiheit anthropologisch und soziologisch nur als mit anderen geteilte Freiheit definiert ist, schließt das allgemeine Recht, die Autorität ein. Es gibt den großen Irrtum, Freiheit in Kontrast zur Autorität zu sehen.“

Zitat: S. E. Card. Joseph Ratzinger
Quelle KATH.NET ==> http://tinyurl.com/ccmpye4

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Über den Preis der Freiheit

Gott gibt uns Freiheit im Denken und Handeln. Damit aber schränkt er sich – freiwillig – ein: Uns Freiheit zu geben heißt, mit unseren Entscheidungen zu leben. Das Böse in der Welt ist der Preis der Freiheit. Aber Gott steht nicht untätig daneben.
Eine Weisheit sagt: Wenn du jemanden liebst, lass ihn frei. Kommt er zu dir zurück, weißt du, dass dir sein Herz gehört. Kommt er nicht zurück, weißt du, dass es dir nie gehört hat.
Indem Gott uns die Fähigkeit zur freien Entscheidung gibt, schränkt er sich freiwillig ein. Gott hat entschieden, unsere Entscheidungen zu respektieren. Das bedeutet: Nicht verhindern, dass wir Falsches tun. Oder gar Böses. Damit aber begrenzt er seinen Handlungsspielraum.
Denn wenn Gott regelmäßig eingreifen würde in die Entscheidungen von Menschen, wenn wir also nichts Falsches tun könnten – dann gäbe es weniger Schmerz und Leid. Aber auch keine Freiheit. Unser Handeln wäre letztlich von Gott vorgegeben. Keine Fehler. Kein Versagen. Keine Verantwortung. Keine Güte. Keine Leidenschaft. Keine Liebe. Letztendlich auch keine Würde. Der Theologe Helmut Thielecke nennt es das „Risiko Gottes“. Dem Menschen einen freien Willen zu geben – mit all seinen Konsequenzen – das war die bewusste Entscheidung eines liebenden Schöpfers. Er beschenkt seine Geschöpfe mit einem der höchsten Werte: Der Freiheit. Das Böse in der Welt ist der Preis dafür. Wer möchte tauschen?
Das aber ist nur die halbe Wahrheit. Wenn Gott uns unsere Freiheit lässt, heißt das nicht, dass er daneben steht und nichts tut. Gott geht uns nach, umwirbt uns, bewahrt uns, korrigiert uns, legt uns Steine in den Weg oder ebnet Pfade, flüstert uns zu, schreit uns ins Ohr, macht uns manchmal regelrecht Angst. Aber Gott lässt uns mit unserer Freiheit nie im Stich. Besser als der Poet Richard Beck kann man es nicht sagen: Gott ist der Troubadour unter unserem Fenster, der uns Liebeslieder singt. Er ist der Vater, der den davongelaufenen Sohn weiter über alles liebt. Er ist der Gefängsnisseelsorger, der den Mörder in der Zelle besucht. Gott kümmert sich - immer. Gott respektiert unsere Freiheit. Aber er steht nie tatenlos an der Seitenlinie.

Quelle: jesus.de ==> http://tinyurl.com/cwv5hst

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"FREIHEIT
ist der Zweck des Zwanges,
wie man eine Rebe bindet,
dass sie, statt im Staub zu kriechen,
froh, sich in den Himmel windet."
(Wilhelm Weber)

(LWT)

Die Neuevangelisierung braucht eine gemeinsame Vision
Im Buch der Sprichwörter ist zu lesen: "Ohne Vision verkommt das Volk" (Spr 29,18). Wörtlich heißt es: „Ohne prophetische Offenbarung verwildert das Volk.“ Wer eine Vision hat, dessen Leben hat eine Zukunft und er weiß, wohin er unterwegs ist. ...

...hier weiterlesen (.PDF) ==> http://download.liborius-wagner-kreis.de/Liborius-Wagner-Kreis_Dokumentation_Neuevangelisierung-Vision.pdf

Quelle: August Sparrer: Die Neuevangelisierung braucht eine gemeinsame Vision

(LWT)

Wenn die Stätte bereitet ist, dann kommt der Herr
„Das Leiden Christi, den Tod und das Gericht zu betrachten ist nötig. Aber eines ist nötiger: Dass der Mensch reinen Gewissens ist, dass er wenig Worte macht, gerne allein ist, oft ehrlich beichtet und an Speise und Trank nicht mehr als notwendig nimmt. So bereitet er dem Herrn die Stätte. Wenn
die Stätte bereitet ist, dann kommt der Herr und er lehrt den Menschen zu betrachten und was des Herrn Wille ist.“

Hl. Nikolaus von Flüe

(LWT)



 



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